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Warum ist Plastik aus Erdöl so schädlich für unseren Planeten?

Warum ist Plastik aus Erdöl so schädlich für unseren Planeten?

In Deutschland beträgt der Plastikverpackungsabfall pro Einwohner 39,11 Kilogramm im Jahr (Stand 2019, Statista). Dies ist noch deutlich weniger als in anderen Ländern und doch trotzdem viel zu viel. Denn inzwischen ist nichts Neues mehr, dass Plastik schädlich für unsere Umwelt ist. Trotz dieser Tatsache sind noch sehr viele Produkte in Plastik eingepackt. Gleichzeitig wird das meiste Plastik nicht recycelt, da viele Plastikverpackungen aus verschiedenen Kunststoffen bestehen, was Recycling oftmals sogar unmöglich macht. Aber wie wird Plastik überhaupt hergestellt und was ist daran so problematisch? Genau das verraten wir dir in diesem Blogbeitrag!

 

Wie entsteht Erdöl?

Plastik wird aus Erdöl hergestellt. Dieses Erdöl entstand vor etwa 200 Millionen Jahren, nachdem abgestorbenes Plankton auf den Meeresgrund gesunken ist. Als Plankton bezeichnet man Tiere und Pflanzen, die im Wasser leben und sich von der Strömung herumtreiben lassen. Diese Planktonmasse wurde über Millionen von Jahren von immer mehr Faulschlamm-, Sand- und Tonschichten bedeckt und wird großem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt, sodass sich Kohlenwasserstoffe bilden konnten. Das daraus entstandene Erdöl und Erdgas sammelt sich dann unter der Oberfläche einer undurchdringlichen Sperrschicht an in einer Tiefe von bis zu 3.000 Metern

 

Wie wird aus Erdöl Plastik?

Nachdem an einer Stelle Erdöl gefunden wurde, werden Bohrinseln auf der Wasseroberfläche errichtet, um von dort aus mit großen Stahl-Bohrer bis zu 8.500 Meter tief zu gegraben und das Erdöl mit einer Pumpe an die Oberfläche zu befördern. Zu den klassischen Bohrungen mittels Hohlbohrer setzen viele Länder weiterhin das noch stärker kritisierte Fracking ein (was in zwar Deutschland verboten ist, jedoch Erdöl und Erdgas, das durch andere Länder mittels Fracking gewonnen wurde, weiterhin bezogen wird). 

Vom Erdöl zur Plastikverpackung 

Das gewonnene Erdöl wird im Anschluss mittels Cracking schrittweise in Einzelteile zerlegt und vereinfacht gesagt neu zusammengefügt. Neben anderen Erdöl-Produkten werden verschiedene Kunststoffe wie Polyethen (PE), Polyvenylchlorid (PVC), Polypopren (PP), usw. hergestelltDas Material wird zu Kunststoffpellets geformt und im Anschluss in verschiedene Verpackungsformen eingeschmolzen. 

 

Warum ist Erdöl als Rohstoff problematisch? 

Aus Erdöl entstandene Kunststoffe, die nicht recycelt werden (weil sie per se nicht recycelbar sind, falsch entsorgt oder weil sie mit anderen nicht recyclingfähigen Anteilen vermischt wurden) wird im Abfallunternehmen verbrannt. Bei der Verbrennung wird Kohlenstoffdioxid (CO2 ) frei. Beim Gesamt- CO2 -Ausstoß in der Atmosphäre belegen fossile Brennstoffe deutlich den ersten Platz- noch weit vor dem gesamten weltweiten Verkehrs- und Transportsektor. Die Folgen im Zusammenhang mit dem Klimawandel dürften inzwischen allen bekannt sein. 

Ein weiteres Problem, das seltener präsent ist, sind die Erdölmengen, die bei der Erdölförderung versehentlich ins Meer gelangen. In Zahlen ausgedrückt sind es etwa 100.000 Tonnen pro Jahr! Dabei sind es weniger häufig große publike Unfälle von großen Öltankern oder Unfällen auf Bohrinseln, sondern der von Land aus meist über Flüsse eingeleitete Anteil. Je nach Ökosystem reagiert dieses sehr sensibel auf den Kontakt mit Erdöl. Korallenriffe, die mit bereits kleinsten Mengen Erdöl in Kontakt kommen, überleben dies fast nie.

Ebenso sind Rettungsversuche bei nahezu allen Tieren wie Vögeln, Fischen und andere Meerestieren, aber auch Säugetieren an Land, die mit dem Öl in Berührung kommen, sehr oft hoffnungslos. Tier- und Umweltschützer engagieren sich pausenlos, um die großen Massen an Schäden für Natur, Klima und Lebewesen endlich zu stoppen. 

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(Unfall und Untergang der Bohrinsel Deepwater Horizon 2010 - mehr Erdölunfälle gibt es z.B. hier in der Bildgalerie eines Spiegelartikel zu sehen.)

 

Recyceltes Plastik - ein geschlossener und nachhaltiger Rohstoffkreislauf? Ist es eine Alternative zu "Plastikfrei"?

Warum die Förderung neuer Erdölmengen  problematisch ist, wäre also geklärt. Was ist aber mit recyceltem Plastik? Die Idee, Plastik endlos wiederzuverwenden und das bereits vorhandene und verarbeitete Erdöl immer und immer wieder neu aufzubereiten könnte doch eine Lösung sein?

Jaein. Das Positive vorab: in der Theorie ist der Gedanke des Recyclings und mehrfaches Nutzen von Rezyklat nicht verkehrt. Die Krux an der Sache ist allerdings die Praxis. Am besten funktioniert Recycling bei PET-Flaschen (was vermutlich auch an dem monetären Anreiz liegt, die Flaschen in den richtigen Eimer zu werfen). Hier werden knapp 80% recycelt. Allerdings in den meisten Fällen nur einmal. Da Materialqualität mit dem Recyceln abnimmt, wird es häufig nicht mehr für Lebensmittel genutzt, sondern für die Herstellung von Verbundverpackungen, Verpackungsfolien u.Ä. genommen, die naturgemäß mit anderen Stoffen in Kontakt kommen und danach nicht wieder recycelt werden (können).

 

Plastikfrei, Zero Waste und Bio-Plastik

Wie man es dreht und wendet- wir können nicht weiter auf konventionelles Plastik aus Erdöl setzen- und sollten aus nun bekannten Gründen auch im Energiesektor schleunigst eine nachhaltige Alternativen zu Erdöl und Erdgas ausbauen.

Im diesem vorherigen Blogbeitrag haben wir uns die Vor- und Nachteile von erdölfreiem Bio-Plastik angeschaut und für uns ein Resümee gezogen. 

Es bleibt wichtiger denn je auch beim Thema Plastik, Erdöl und Klimaschutz weiterhin präsent zu bleiben und sich für nachhaltige Alternativen stark zu machen. Da kann jede:r einzelne von uns schon heute zu einer nachhaltigen Welt beitragen und gemeinsam könnte so die Zukunft grün, friedlich und wundervoll werden ✨.

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